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03-26-2017, 12.00

Streitraum: Guantánamo – oder: Grenzen des Rechts

Carolin Emcke im Gespräch mit Ramzi Kassem
Dolmetscher: Lilian-Astrid Geese und Sungur Bentürk 


Guantánamo, das Lager, das Obama von seinem Vorgänger George W. Bush erbte und zu schließen versprach, existiert noch immer. Wie der »Krieg gegen den Terror« sich unter dem neuen Präsidenten Donald Trump verändern wird, ist noch nicht absehbar. Aber welche nationalen und internationalen Auswirkungen die Sicherheits-Architektonik der letzten Administrationen hatte, das lässt sich schon jetzt analysieren. Ramzi Kassem, einer der Anwälte der Häftlinge, die seit Jahren ohne Anklageerhebung in Guantánamo einsitzen, beschreibt die Rechtslage der Gefangenen, die Haftbedingungen, die Konditionen und Einschränkungen ihrer juristischen Vertretung und ihre Aussichten. Aus der konkreten Situation des Gefangenenlagers Guantánamo lassen sich aber auch allgemeinere, systematische Fragen an das Verhältnis von Sicherheit zu Menschenrechten stellen.

Streitraum 2016/17: »Unbegrenzt entgrenzt – oder: Wozu braucht es Grenzen?«
Welche Formen der nötigen und unnötigen Grenzen haben und brauchen wir? Grenzen schließen ein und aus, manchmal schützen sie, manchmal sperren sie ein. Grenzen lassen sich aus harten oder weichen Stoffen ziehen. Es gibt emotionale oder territoriale Grenzen, Grenzen der Toleranz oder Grenzen der Scham. In den letzten zwei Jahren wurden stabil geglaubte Grenzen überschritten und offene Grenzen wieder geschlossen. Der »Streitraum« in der Spielzeit 2016/17 will sich diesen unterschiedlichen Formen stellen: Welche Grenzen der Toleranz braucht es in einer offenen Gesellschaft? Welche Grenzen des »das wird man ja wohl mal sagen dürfen« braucht es aber auch? Auf welcher Sorte Übereinkunft beruhen Vorstellungen von den Grenzen zwischen den Geschlechtern? Zwischen den Religionen?


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